Tagung für Projektmanagement

Auch in diesem Jahr hat die GPM-Regionalgruppe Karlsruhe, das ist die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, wieder ihre alljährliche Projektmanagement-Tagung abgehalten. Zur Sprache kamen dabei aktuelle Entwicklungen.

Digitalisierung

Gesprochen wurde in diesem Forum auch über das Thema Digitalisierung. Laut Umfragen seien Manager, die auf digitale Entwicklungen bauen, noch immer in der Minderheit. Nur sieben Prozent der Projektmanager nutzen digitale Vorteile. Der Buchautor Gerald Lembke verglich im Zuge der Tagung das klassische Management mit dem digitalen Newcomer. Der Grundtenor: Die Unterschiede sind gar nicht so groß, lediglich die Anforderungen der Mitarbeiter hätten sich in den letzten Jahrzehnten verändert. So liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf der Arbeit, sondern bei Familie und Freizeit.

Helmut Schäfer von der TCI GmbH beschrieb in seinem Vortrag die fortschreitende Digitalisierung im Bereich des Projektmanagements und wies auf das unglaubliche Datenvolumen hin, das dadurch im Entstehen begriffen ist. Diese Entwicklung ziehe einen größeren Arbeitsaufwand nach sich, da der große Datenanteil erst einmal verarbeitet werden muss. Das ist auch technisch eine umfangreiche Aufgabe, wenn nur ein langsamer PC zur Verfügung steht. Dennoch kann damit aufgrund aktueller und neuer Informationen präziser gehandelt werden.

Digitalisierte Medizin

Auch in der Medizin schreitet die Digitalisierung voran. Bei der Tagung in Karlsruhe stellten die beiden Experten Monika Strasser und Michael Schoemaker die Digitalisierung in der Welt der Medizinprodukte dar. Weil Medizinprodukte sehr komplex sind, kann das genaue Endergebnis bei einem Projekt noch nicht hundertprozentig vorausgesagt werden. Deshalb wendet man auf diesem Gebiet immer mehr das agile Projektmanagement an.

Hingewiesen hat man ferner auf die enorme Bedeutung des Faktors Kommunikation. Nur wenn dieser Faktor stimmt, können auch digitale Projektmanagement-Methoden zielführend umgesetzt werden. Neuesten Studien zufolge scheitern nämlich viele Projekte an mangelnder Kommunikation. Ein weiteres Problem stellt auch eine unklare Zielvorgabe dar. Mithilfe der Digitalisierung könnten diese Probleme zwar nicht ganz ausgeschaltet, aber dennoch auf ein Mindestmaß reduziert werden.

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