Städtisches Projektmanagement

In Ingolstadt stattet man das Tiefbauamt mit einer neuen Software für Projektmanagement aus. Somit werden Akten und Pläne digitalisiert.

Weniger Papierkram

Im Zeitalter von Internet und Smartphone scheint Papier zwar nicht überflüssig, aber auch nicht mehr überall und unbedingt notwendig zu sein. Kostengünstige Internetzugänge, wie bei Vodafone, machen es auch zu Hause leicht, Arbeiten digital zu speichern und weiter zu bearbeiten.

Ingolstadt verfügt über 630 Kilometer Straßen sowie über 700 Kilometer Wegenetz. Im Tiefbauamt lagern daher massenweise Akten und Pläne. Um dieses kollektive Wissen auch für neue Mitarbeiter zu speichern und bequem zugänglich zu machen, hat man im Stadtrat beschlossen, eine Software zu kaufen, die es erlaubt, den Papierberg zu digitalisieren.

Rascher Zugriff

Mit den digitalen Informationen soll es ermöglicht werden, rasch und effizient auf das Wissen der Vorgänger zuzugreifen. Damit können Straßen und Wege leichter saniert werden. Mit dem neuen Tool werden Größe, Befestigung und der aktuelle Zustand von Straßen in der Datenbank elektronisch analysiert und verwaltet. Am Ende steht ein voll digitales Straßenkataster. Die Kosten für diesen Schritt sind jedoch relativ hoch. 400.000 Euro kostet der Kauf der dafür notwendigen Software. Dazu kommen noch jährliche Wartungskosten für Updates in Höhe von 25.000 Euro sowie Schulungskosten für Mitarbeiter.

Dennoch soll sich der Kauf lohnen. Denn damit können die einzelnen Straßen und Wege auch bildlich dargestellt werden. Zudem unterstützt die Software die Transparenz im Straßenbau. Man kann Prioritäten setzen und weiß, wo und wann es an der Zeit ist, eine Straße zu sanieren. Durch die Erfassung statistischer Daten ist es außerdem möglich, konkrete Budgetpläne für den Sanierungsbereich aufzustellen. Das erleichtert nach Meinung der Stadtverantwortlichen auch die Budgetplanung enorm. Ein weiterer Effekt: Durch den sukzessiven Abbau alter Aktenschränke wird auch die Raumkapazität im örtlichen Rathaus ausgeweitet. Die Räume können dann für andere Zwecke verwendet werden. Damit soll Ingolstadt für den neuen Datenhighway bereit sein.

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